Genügt das aktuelle Recht für die neuen Arbeitsformen noch?

03 Arbeitnehmer in der digitalen Welt

Wie immer wieder Praxisfälle zu Tage fördern, können neue Arbeitsformen, wie die Clickjobs, nicht mehr oder nicht mehr genügend mit dem aktuellen Recht erfasst werden, da sie etwas zwischen Angestelltenverhältnis und Freelancing sind. Die Clickworkers als Beispiel fühlen sich selber mehr selbständig, als angestellt. Trotzdem werden sie eben durch digitale Systeme dominiert und sind auch davon abhängig. Es braucht also neue Regeln, die einerseits den Arbeitnehmern, wie den Clickworkern, die gewünschte Freiheiten belassen, sie aber vor Ausbeutung (–> Prekariat), insbesondere auch der gesundheitlichen, schützen, und sie trotz grosser Selbständigkeit sozialversicherungsrechtlich absichern.

Das sieht im Grundsatz auch der Schweizer Wirtschaftsminister Schneider-Amann so (https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/schneiderammann-nimmt-uber-in-schutz/story/14353396). Der Schweizer Thinktank Avenir Suisse konkretisiert dies im Zusammenhang mit einer entsprechenden neuen Studie («Wenn die Roboter kommen», www.avenir-suisse.ch/publication/wenn-die-roboter-kommen). Avenir Suisse ist in diesem Kontext der Meinung, Sozialversicherungen sollten inskünftig auch Kleinpensen und unregelmässige Arbeitsverhältnisse abdecken. Des Weiteren müssten auch die Vorschriften zur Arbeitszeiterfassung überholt und die Regelungen der Arbeitszeiten flexibler gestaltet werden (https://www.nzz.ch/wirtschaft/droht-die-robokalypse-ld.1320017).

03 Arbeitnehmer in der digitalen Welt